Der Haushof wurde das erste mal 1120 urkundlich erwähnt und war wahrscheinlich zur damaligen Zeit eine Wehranlage weil es das größte und geräumigste Haus in Michelbach war und ist. Die Außenmauern im Erdgeschoss sind 130cm und im Obergeschoss 90cm stark, die Fundamente bis zu 100cm tief.
Außerdem wurde die Hofanlage von einer Ringmauer umgeben, von der heute noch Reste zu sehen sind.
Viele schicksalhafte Jahre, mit Zerstörung und Wiederaufbau in der Türkenzeit überstand der Haushof. Im späten Mittelalter war er ein eigenständiger Zehethof bis der freie „Rittersitz“ an die Herrschaft Wald überging. Anno 1881 wurde der Hof auf Grund totaler Überschuldung von Johann Vonwald aus Perschenegg ersteigert.
So kam die Fam. Vonwald vor 120 Jahren auf den Haushof.
Viele Schicksalsschläge durch Krieg und Tod mussten wie in jeder Familie bewältigt werden.
Vier Generationen durchlebten den unglaublichen Wandel von der mühevollen, händischen Arbeit bis zum Einsatz hochtechnischer Geräte. Von bis zu zehn Arbeitskräften in der früheren Zeit bis hin zu zwei Arbeitskräften in der heutigen Zeit, reichte der Wandel in der Landwirtschaft. Karl und Franziska Vonwald führten von 1954 bis 1991 den Betrieb durch zahlreiche Modernisierungsmaßnahmen in die moderne Zeit.
Seit 1991 führen Gertraud und Johann Vonwald den Betrieb.
1991 wurde auch auf biologische Wirtschaftsweise umgestellt und der Hof im Laufe der Jahre auf die nicht immer leichten Anforderungen der EU angepasst. Auch die schon seit Jahrhunderten traditionelle Schnapserzeugung ( der Betrieb verfügt über das große Maria Theresia Brennrecht), wird noch mit großer Begeisterung fortgeführt. Von allen hervorzuheben ist die Elsbeerbranderzeugung, die auch ausführlich beschrieben wird.

Alte Flugaufnahme.

Flugaufnahme aus dem Jahr 2007.

Flugaufnahme aus dem Jahr 2017.